Zielgruppen: Wie sie leben, was sie kaufen, woran sie glauben
Die größte Gruppe in Deutschland mit 16 Prozent ist die "bürgerliche Mitte". Ihre Kennzeichen: "Der statusorientierte Mainstream möchte in gesicherten Verhältnissen leben und sich mit gleich gesinnten, gut situierten Freunden umgeben - Experimente sind hier weniger gefragt." Der Altersschwerpunkt liegt zwischen 30 und 50 Jahren. "Sie konsumieren gerne, aber vernünftig - mögen als gut informierte Smart Shopper Convenience-Produkte. Zentral ist die Beschäftigung mit ihren Kindern, Vereinsaktivitäten, Wandern, Einladung von Bekanten und Freunden; interessieren sich für Haushaltsgeräte, Putz- und Pflegemittel sowie Wohnungseinrichtung". Sie glauben jedoch nicht mehr uneingeschränkt an eine rosige Zukunft und werden zunehmend von Existenz- und Abstiegssorgen geplagt.
Kaum zu glauben, dass fast die gesamte Wirtschaft immer noch dem alten Kundendenken huldigt. Herzstück dieser Denkfigur ist das Zielgruppen-Denken. Also die Annahme, Menschen können standardisiert und normiert werden. Das Motto lautet: Wir setzen den blökenden Schafen die Produkte vor die Nase, die wir wollen und von denen wir glauben, die Verbraucher hätten sie pflichtschuldigst zu konsumieren. Doch merke: Jeder ist anders. Er macht, was er will. Ständig wird versucht, ihn wieder einzufangen oder auf Spur zu bringen. Denn zu viel Unberechenbarkeit und Chaos schadet der Wirtschaft. Die Unordnung in Ordnung zu bringen und die wilde Freiheit zu bändigen ist das eigentliche Ziel der Zielgruppen-Apostel.
Ihr Hauptproblem: Die Kunden lassen sich so einfach nicht mehr in Schubladen verschieben. Sie tauschen ihre Rollen, wie sie wollen. Kaufen bei Aldi einen Fahrradhelm für 6.99 Euro, schwingen sich aufs 6.000 Euro-Rennrad und knipsen auf der Billig-Digikamera von Media Markt herum, bevor sie am Abend mit ihrem Porsche Boxster auf den Boulevards der Großstädte cruisen. --Peter Felixberger
Produktmerkmale
keine Produktmerkmale vorhandenKundenmeinungen
Wenn Sie nicht genau wissen, was ein "neotraditioneller Profilierer" ist, ist das nicht so tragisch. Außer, die neotraditionellen Profilierer stellen ein Großtel Ihrer Kunden dar. Denn dann sollten Sie sich damit auseinander setzen, wie diese Zielgruppe tickt und Ihren Alltag verbringt. Um Sie als Kunden gezielter anzusprechen.
Die Marktforscher um Jochen Kalka und Floiran Allgeyer nehmen Kunden unter die Lupe: In Ihrem soeben erschienen Kompendium "Zielgruppen" erfahren Unternehmer, wie sie die passende Zielgruppe finden, was diese Kundensegmente bewegt, welche Medien sie nutzen und welche Marken sie bevorzugen. Mit anschaulichen Beispielen, Fotos und Interviews werden die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen dargestellt.
Ein wichtiger Wegweiser für alle, die im Marketing ihre Kunden gezielter ansprechen wollen, um Streuverluste zu vermeiden.
Mein Extra-Tipp für alle Selbständigen:
Nutzen Sie dieses Buch intensiv, um die Lebens-Gewohnheiten Ihrer Kunden zu ermitteln und das Marketing gezielt darauf auszurichten!